Sehenswertes

LIMES - UNESCO-WELTERBE
 
logo limes unesco Das Welterbe-Komitee der UNESCO hat im Juli 2005 die Aufnahme des Obergermanisch-Raetischen Limes als Teil des neuen Welterbes „Grenzen des römischen Reiches“ in die Liste der Welterbestätten beschlossen.
 
 

Der Limes wurde damit das 31te deutsche Objekt auf der Welterbeliste. Das Welterbe Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-Raetischer Limes umfasst etwa eine Fläche von 250 Quadratkilometern und durchzieht die Bundesländer Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Plakette Welterbe 2

 

 

Der Limes in Deutschland, mit 550 km das längste Bodendenkmal nach der Chinesischen Mauer, stellte in der vom frühen zweiten bis zum dritten Jahrhundert die Grenze zwischen dem Römischen Reich und den germanischen Stammesverbänden dar. Errichtet wurde der Limes in verschiedenen Ausbaustufen in der Zeit zwischen 100 n.Chr. und 160 n.Chr. Über einhundert größere und kleinere Militärlager und neunhundert Wachttürme reihten sich entlang der Grenzsperren, die in der Provinz Obergermanien als Holzpalisade bzw. Erdwall und Graben, in der Provinz Raetien als Steinmauer ausgeführt waren. Als künstlich über Land gezogene Grenzlinie, die häufig keinerlei Rücksichten auf das Gelände nimmt, war der Limes auch ein technisches Bauwerk von hoher Ingenieurskunst. Als überwachte Demarkationslinie zeigte er unübersehbar das äußere Ende der durch Rom verwalteten und beschützten Welt an. Erst bei den Germaneneinfällen nach der Mitte des 3. Jhs fanden die römischen Siedlungen entlang und hinter dem Limes ihr Ende.
Limes - Radweg
 
limes-radweg

Wer sich für die römische Geschichte interessiert und gleichzeitig eine sportliche Herausforderung sucht, für den ist der Limes-Radweg genau das Richtige. Auf nahezu 800 Kilometern Radweg kann man sich strampelnd auf die Spuren der Römer begeben, welche entlang des einstigen Befestigungswalls führen.

Der Radweg ist in allen vier Bundesländern durchgängig mit braunen Hinweisschildern gekennzeichnet, die das Logo des Vereins – einen von den Buchstaben „D“ und „L“ umfassten Limesturm – tragen. Ziel der Routenfestlegung war, die Radfahrer auf gut ausgebauten Rad- und Waldwegen entlang der Limes-Straße zu führen.
 
 

Der sechste Streckenabschnitt führt von Lorch über Mönchsroth nach Weißenburg. Quer über die Schwäbische Ostalb fährt man und passiert die römischen Ausgrabungen in Rainau. Bei Mönchsroth lässt man die baden-württembergische Landesgrenze hinter sich und gelangt über Wilburgstetten, Wittelshofen und Ehingen nach Gunzenhausen. Von hier aus sind es dann noch 30 Kilometer durch das Neue Fränkische Seenland, bis man in die Römerstadt Weißenburg gelangt.

 

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